Der Pfad zu den Temporary Internet Files

Jeder Browser speichert temporäre Dateien, auch Cache genannt. Zu Zeiten des Internet Explorers nannte man dies noch Temporary Internet Files. Dabei werden die Inhalte einer Website heruntergeladen und beim nächsten Aufruf wiederverwendet, sofern sich auf der angesteuerten Seite nichts geändert hat. Dies verkürzt Ladezeiten und mindert den Netzwerkverkehr. Dieses Prinzip hat auch der inzwischen als veraltet geltende Internet Explorer schon verwendet, wenngleich die Speicherpfade weit davon entfernt sind, leicht merkbar zu sein.

Diese werden aber beispielsweise relevant, wenn ein Verdacht auf Schädlingsbefall vorliegt. Der Cache ist ein leichtes Einfallstor für Viren, da hier Websitedaten auf das lokale System heruntergeladen werden. Zwar braucht es dann noch einige Zufälle, damit es wirklich zu einem aktivem Schädling kommt, trotzdem ist Vorsicht geboten. Deshalb sollte man bei einem Verdacht auch nicht einfach das System starten und über die Internetoptionen die Browserdaten löschen. Dadurch richtet man eventuell noch mehr Schaden an.

Um keine weitere Kompromittierung zu riskieren, sollte man stattdessen die altbewährte Linux Live CD nutzen. Gängige Varianten währen hier Knoppix oder Ubuntu. Sobald man von der CD (oder dem USB-Stick) gestartet hat, findet man die Temporary Internet Files des Internet Explorers unter den folgenden Pfaden. Hier schlicht den kompletten Ordnerinhalt leeren.

C:\Benutzer\Benutzername\AppData\Local\Microsoft\Windows\Temporary Internet Files
C:\Benutzer\Benutzername\AppData\Local\Microsoft\Windows\INetCache

Für Benutzername einfach den richtigen Benutzer einsetzen. Zudem ist es möglich, das statt dem Ordner Benutzer dieser als User angezeigt wird. Beim Löschen gehen keine Einstellungen oder dergleichen verloren. Alle entfernten Dateien werden beim nächsten Aufruf einer Internetseite einfach erneut heruntergeladen.

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