Prozess per Kommandozeile (cmd) beenden / killen

Mitunter bleiben Anwendungen auch mal stecken. Im Statusfenster bleibt dann nur noch der Zusatz keine Rückmeldung und nichts geht mehr. In der Regel hilft uns dann das Beenden des Prozesses über den Task Manager. Ab und zu begegnen uns jedoch Härtefälle, die wie ein bockiges Kind auf keine Anforderung hören wollen. Dann müssen wir andere Geschütze auffahren und den Prozess per Kommandozeile lahmlegen.

Wie das geht, habe ich in den Stichpunkten weiter unten dargelegt. Es sei noch der Hinweis angebracht, dass beim Killen eines Prozesses etwaige Fortschritte und ungespeicherte Änderungen verloren gehen, oder, wenn es sich um einen Systemprozess handelt, das Betriebssystem instabil wird. Deshalb sollte man im Zweifelsfall sein Vorgehen kontrollieren, bevor man wahllos irgendwelche Prozesse killt.

Wie dem auch sei, nun zur Anleitung, um einen Prozess per Kommandozeile zu beenden:

  1. Suche zunächst im Startmenü nach der Eingabeaufforderung (alternativ Win+R drücken und cmd eingeben)
  2. Starte diese über einen Rechtsklick als Administrator
  3. Benutze daraufhin in der Eingabeaufforderung den Befehl tasklist, um eine Übersicht der aktiven Prozesse zu bekommen
  4. Notiere dir dort die PID oder den Abbildnamen des abzuschießenden Prozesses (siehe genauere Erklärung im Hinweis weiter unten)
  5. Setze abschließend den folgenden Befehl ab, um den gewünschten Prozess zu beenden. Ändere zuvor den Abbildnamen bzw. die PID auf den gewünschten Wert
Taskkill /IM explorer.exe /F
Taskkill /PID 3478 /F

Hinweise: Nutzt man den Abbildnamen, killt man alle Instanzen des Prozesses mit diesem Namen. Verwendet man hingegen die PID, beendet dies nur den einen spezifischen Task. Der Parameter /F im Befehl steht für forcefully und besagt, dass die Instanz ohne Rücksicht auf Verluste abgeschossen werden soll. Fehlt dieser Parameter, wird der angegebene Prozess gegebenenfalls nicht beendet.

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