Debian/Ubuntu: Windows-Freigaben dauerhaft einbinden

Als geneigter Linux-Nutzer kann man sich nicht immer der Windows-Welt entziehen. So geh├Âren auch Zugriffe auf SMB-Freigaben von Windows eher zur Regel als zur Ausnahme. M├Âchte man diese permanent einbinden, bedarf es einiger Handgriffe.

Bevor wir ├╝berhaupt beginnen k├Ânnen, brauchen wir noch ein Paket. Dieses ├╝ber das Terminal mit folgendem Kommando installieren: „sudo apt-get install cifs-utils“

Gehen wir erstmal davon aus, dass die Zielfreigabe nicht passwortgesch├╝tzt ist.

  1. Wir brauchen einen lokalen Einbindungsordner f├╝r unsere Freigabe, diesen z.B. ├╝ber „sudo mkdir /media/share1“ erstellen
  2. Anschlie├čend muss die fstab-Datei bearbeitet werden mittels „sudo nano /etc/fstab“
  3. Dort ganz unten die Freigaben angeben, nach folgender Schematik: „//Servername/Freigabename /media/Freigabename cifs guest, uid=1000, gid=1000, iocharset=utf8 0 0“
    1. Macht in unserem Beispiel: „//Server/share1 /media/share1 cifs guest, uid=1000, gid=1000, iocharset=utf8 0 0“

Das „guest“ gibt an, dass keine Zugangsdaten ben├Âtigt werden. „GID“ und „UID“ geben unserem Benutzer ├änderungsrechte. Sollte es mehrere Benutzer auf dem System geben, k├Ânnen diese IDs abweichen und m├╝ssen entsprechend angepasst werden. Sollte es ein Leerzeichen im Freigabepfad geben, muss „\040“ als Erstaz f├╝r das Leerzeichen eingesetzt werden, z.B. „//Server/Meine\040Freigabe“. Ist alles geschrieben und gespeichert k├Ânnen die Laufwerke mit „sudo mount -a“ eingebunden werden.

Wenn wir nun auf eine passwortgesch├╝tzte Freigabe zugreiffen wollen, braucht es noch ein paar weitere Schritte:

  1. Theoretisch k├Ânnten wir die Zugangsdaten direkt in die fstab-Datei mit eintragen, doch dann k├Ânnte jeder die Zugangsdaten lesen. Daher gehen wir einen anderen Weg: Wir erstellen uns mittels „sudo nano ~/.smbzugang“ eine eigene Datei f├╝r die Zugangsdaten.
  2. In die erste Zeile muss nach dem Schema „username=winuser“ der Benutzername f├╝r die Windows-Freigabe, z.B. „username=user1“
  3. Die zweite Zeile beherbergt dann das Passwort nach der Vorgabe „password=winpw“, z.B. „password=123456“
  4. Anschlie├čend abspeichern und „sudo chmod 600 ~/.smbzugang“ eingeben, um die Datei vor unberechtigtem Zugriff zu sch├╝tzen
  5. Anschlie├čend muss der Pfad zur Datei noch in die fstab-Datei mit eingetragen werden, das sieht in unserem Beispiel dann so aus: „//Server/share1 /media/share1 cifs credentials=/home/linuxuser/.smbcredentials, sec=ntlm, uid=1000, gid=1000, iocharset=utf8 0 0“

Wieder mit „sudo mount -a“ einbinden. Beachtet, dass das „guest“ dabei weg f├Ąllt und ein „sec=ntlm“ neben den „credentials“ hinzu kommt. Ab sofort sollten nun die Windows-Freigaben beim Start von Debian/Ubuntu oder darauf aufbauenden Distros automatisch mit eingebunden werden.

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