H1Z1 – Das leben auf Stuttgart (EU)

Es ist ein warmer Sommermorgen in der apokalyptischen Welt von H1Z1 und wir nutzen diese Zeit um uns etwas intensiver mit dem Leben auf einem PvP Server zu beschäftigen.

Es ist ein warmer Sommermorgen in der apokalyptischen Welt von H1Z1 und wir nutzen diese Zeit um uns etwas intensiver mit dem Leben auf einem PvP Server zu beschäftigen.

Zuerst zu den Grundlagen:

Eine kleine Gruppe überlebender hat sich ein Lager gebaut um vor den Zombies und den wilden Tieren in Sicherheit zu sein. Die suche nach Material gestaltet sich in einer Gruppe recht einfach. Man sucht sich auf der Karte, plündert Kleiderschränke in Trailerparks um sich Stoffreste zu ergattern, während die Teammitglieder die Umgebung sichern oder zerstört seine Hose und T-Shirt dafür (wobei man dabei Ablagemöglichkeiten für Material einbüßt). Hat man nun Stoff sucht man sich einige Stöcke um sich einen Bogen und Pfeile herzustellen und sucht weiter Stoffe um sich eine Tasche zu bauen. Nun benötigt man noch Werkzeuge, das wichtigste ist hierbei eine Axt, diese dient als Waffe, als Werkzeug um Bäume zu fällen und man kann damit auch gleich noch erlegte Tiere ausnehmen.

Ist dies alles erlegt habt ihr schon das gröbste geschafft, nun müsst ihr euch nur eine Stelle für euer Lager suchen. Geeignete Orte sind nahe an Trailerparks oder der Stadt, jedoch nicht zu nahe, da dort ein erhöhtes Zombieaufkommen ist und auch viele Spieler vorbei kommen (dazu später mehr). Versucht auch euer erstes Lager etwas versteckt zu bauen, neben Bäumen, zwischen Sträuchern oder am Fuß von Klippen sind hierbei geeignet, auch sollten Wasser und Sträucher (für Stöcke und Beeren) nicht zu weit entfernt sein. Ein Shack (Hütte) ist hierfür vollkommen ausreichend, doch solltet ihr auf keinen Fall die Tür vergessen, diese lässt sich übrigens mit einem Passwort sichern.

Habt ihr nun einen Schutz vor den Gefahren der Außenwelt, wird es Zeit euch ein richtiges Lager zu bauen, vor allem wenn man wie in unserem Test in einer Gruppe spielt. Ihr habt nun mehrere Möglichkeiten euer Material für eine große Basis zu sammeln. Ihr könntet euch eine Schaufel erstellen Löcher graben und eure Wertsachen da lagern, doch leider ragen Löcher oft leicht über den Rand eurer Hütte hinaus und können so auch von außen geplündert werden. Ihr könnt natürlich auch hoffen einen großen Rucksack zu finden oder euch einen „Framed Backpack“ (Rucksack mit Rahmen) bauen und alles mit euch umher tragen, sterbt ihr aber, so ist alles verloren und ein anderer freut sich über eure Arbeit. Oder ihr nutzt Möglichkeit Nummer 3 und baut euch Kisten, welche ihr in eurer Hütte platziert und die Tür verschließt.

Egal für was ihr euch entscheidet, Material müsst ihr vorher in jedem Fall sammeln.

Habt ihr nun auch diese Hürde gemeistert steht ihr als Gruppe vor der Frage, für jeden eine Hütte oder eine Deckt Foundation (eine hochgelegene Plattform) mit Wänden einem Tor und Hütten. Wir haben uns für Version 2 entschieden, da so zwischen den Hütten wechseln kann ohne Angst haben zu müssen, das ein Zombie, Wolf oder schlimmer noch ein Bär vor der Tür steht.

Die Foundation kann ruhig etwas auffälliger Platziert werden, denn ihr habt ja schon einen Rückzugsort, doch solltet ihr erst mit der Platzierung beginnen wenn ihr genug Holz und Metall für die Foundation, 2 Wände und ein Metalltor habt, denn sonst kann jeder ohne Hilfsmittel auf eure Plattform und diese verbauen. Baut nun auf eurer Foundation Shelter (Unterstände) und verseht auch diese wieder mit Türen. Ist der erste Shelter geschlossen können auch in diesem wieder Kisten gebaut werden und das Material des alten Lagers kann in das neue umziehen. Eine Deckt Foundation kann übrigens durch Treppen 2 Etagen erreichen.

Die Basis kann im übrigen auch durch Stacheldraht und Punji Sticks (angespitzte Stöcke im Boden) gesichert werden, doch achtet dabei auch darauf euch einen Sicheren Gang zu lassen, denn diese Objekte schaden auch euch.

Kommen wir nun zu meinen Erfahrungen zum Leben auf einem PvP Server:

Es wird Morgen über der Zombiestadt Cranberry, kein Gruppenmitglied hat mehr Zeit, darum gehe ich allein auf eine Versorgungstour. Die Zombies haben letzte Nacht viel Munition verbraucht und Essen und trinken werden auch knapp. Im Schatten unter der Brücke treiben sich noch eine Hand voll Zombies umher. Eine Handfeuerwaffe wurde im Lager gelassen, sie ist sowieso zu laut, und Pfeil und Bogen dauern zu lange. Da keine anderen Menschen zu sehen sind entscheide ich mich für den Weg über die Brücke. Kaum am Ende angekommen sehe ich 2 Gestalten, sind es Zombies oder Menschen? Ich recke die Arme in die Luft um zu signalisieren, dass keine Gefahr von mir ausgeht, habe aber den Bogen griffbereit. Die 2 kommen schnell näher, es sind also Menschen, ich laufe mit den erhoben Armen etwas schneller um notfalls hinter Häusern verschwinden zu können. Am Ende der Brücke dann der Knall, einer der beiden hat auch mich geschossen Ich rette mich ans Ost-Ufer und verstecke mich unter der Brücke, die Energie geht schnell zur neige, da ich getroffen wurde. Schnell lege ich mich hin um nicht aufzufallen und logge mich aus dem Spiel, damit diese Leute nicht auch noch meine Sachen bekommen. Später bestelle ich einen Freund zu dieser Stelle um zu prüfen ob es nun sicher ist. Beim einloggen sehe ich noch meine Energie Anzeigen 13% -> 3% -> TOT. Und leider konnte weder mein Material noch mein Rucksack gesichert werden.

Ein anderer Fall. Eines unserer Gruppenmitglieder hat am Weg zu einer unserer Versorgungsstellen eine neue Basis gesehen, welche sich noch im Aufbau befindet. Soll man diese Leute nun vertreiben oder begrüßen? Sind sie Freunde oder Feinde? Um dies herauszufinden legten wir, bis auf etwas zu essen, etwas zu trinken, einen Bogen und eine Hand voll Pfeile alles in unserem Lager ab und machten uns auf den Weg. Wir legten uns an einen Hügel und beobachteten dies anderen Spieler, wie würden sie auf andere Reagieren, werden reisende ignoriert, ausgeraubt oder Erschossen? Wir lagen da so einige Zeit und fanden nicht gefährliches an ihnen, als ich den Entschluss fasste näher zu gehen und mich vorzustellen. Wir rutschten näher, natürlich weiterhin geduckt, denn diese Gegend im Zentrum der Karte war nie sehr sicher, als von hinten eine Stimme zu hören war: „Was wird denn das?“. Ich drehte mich um, sah einen Spieler mit seinem Gewehr und hörte nur noch einen Knall. Ein weiterer Tod auf dem Server. Auch wenn man stirbt kann man noch eine weile mit den anderen Spielern reden, hier war dies leider nicht möglich, da der andere Spieler es zwar nach seinem Schuss versuchte, doch leider wohl zu weit von mir als Quelle entfernt war. Ich erschien neu auf dem Server lief geradewegs wieder zu dieser Stelle, doch traf leider keinen der Spieler an. Auch eine Kontaktaufnahme zu späterer Zeit war leider nicht möglich, da keiner von ihnen online war, wenn wir es waren oder sie hatten ihre Basis verlassen.

Fall Nummer 3: Kurz und Schmerzlos, nach meinem letzten tot wollte ich zurück zu unserem Lager, ich rannte also zum nächsten Auto, sammelte auf dem Weg dahin noch ein paar Beeren und Stöcke und wollte diese nach nützlichen Utensilien untersuchen. Leider nichts, also möchte ich dies beenden doch da höre ich neben mir das spannen eines Bogens. Ein Unbewaffneter Mensch, mit nicht mehr also einer Hose, einem Shirt, einer Hand voll Beeren und nun noch einem Pfeil im Kopf. Wieder erfolgte keinerlei Kommunikation vorher. Wer das Spiel nicht kennt oder nur eine alte Version wird sagen, er konnte ja nicht wissen das du unbewaffnet bist aber doch, er wusste es, denn H1Z1 zeigt deine momentanen Waffen in deiner Hand oder auf deinem Rücken an.

Fall Nummer vier: Das Lager sollte wachsen, mehr Kisten, mehr Essen, mehr Selbstversorgung, dafür benötigten wir wieder einmal mehr Metall. Wir vermieden die Straßen und schlichen lieber durch den Wald, im Schutz der Dämmerung war es leichter einer Hand voll Zombies auszuweichen als einer Kugel. Wir kamen wieder an der Basis aus Fall 2 an, wieder war keiner zu sehen, also nutzen wir diese um uns unserer Verfolger aus dem Wald zu entledigen und die andere Seite des Dammes auszuspähen. Keiner war zu sehen, unser Plan war einfach, rüber, Autos plündern und zurück. Durch das Wasser konnten wir nicht, denn dieses war voller Untoter, also blieb nur der Weg über die Staumauer. Wir schlichen hinüber unser Späher mit dem Scharfschützengewehr immer auf die andere Seite der Mauer spähend und wir andere die Ohren gespitzt, plötzlich rannte dieser los, erst grade aus, dann durch eine Mauer, und zum Schluss noch durch die Luft! … ? Alles klar er antwortet nicht, seine Verbindung zum Spiel ist wieder einmal abgerissen… Was nun? Gehen wir zurück oder weiter? Wir sind nun wenige Meter entfernt aber ein Schütze weniger. Wir wollten es riskieren, 2 Träger und ein Schütze, dieser hatte sein Maschinengewehr. Er schlich nun voran, trat um die Ecke eines Lagerhauses und es war wieder ein Knall zu hören. Wir alle liefen zurück um das Lagerhaus, er versuchte sich zu verarzten doch die Blutung war zu stark. Was nun? Ihn plündern und schnell ausloggen oder plündern und zurück zum Lager? Seine AR war in gutem Zustand, er trug reichlich Munition mit sich und auch sein Rucksack war Wertvoll, also nahmen wir was wir tragen konnten und rannten zurück zu unserer Basis. Nicht über die Staumauer, denn da waren wir ein zu leichtes Ziel, wir nahmen den Weg durch das Wasser, zwischen den Zombies hindurch, denn in der Nacht ist es schwer zu sagen was ist ein Untoter und was ist ein Spieler? Mein Teamkamerad hat es leider nicht geschafft, ihn haben sie doch noch erwische aber ich konnte mich auf die andere Seite des Stausees retten, ich kroch an das Ufer und versteckte mich in einem Busch um meine Wunden zu bandagieren, denn sonst wäre ich ebenfalls verblutet. Während ich dies tat, hörte ich ein Auto die Straße entlang fahren, sie waren also auf der Suche nach mir. Ich blieb noch eine weile in meinem Versteck, schlich dann aber in Richtung Straße, rannte über diese und verschwand im Wald. Hier angekommen ging ich nun zurück zu unserem Lager, verstaute die Waffen meiner gefallenen Freunde für deren Rückkehr und beendete diesen Spieltag.

Fazit: 

Erst schießen und dann Fragen stellen, eine Kommunikation ist hier sehr schwer herzustellen. Entweder man kennt sich schon vorher und findet sich zusammen oder man hat wirklich einmal Glück. Ganz verübeln kann man es auch keinem Spieler, denn die Angst selbst Opfer zu sein liegt immer in der Luft. Für sehr viele Spieler ist H1Z1 kein Survival Game sondern mehr ein Ego-Shooter. Selbst wer sich komplett entkleidet und mit den Händen über dem Kopf durch die Gegend läuft (was in Anbetracht von Zombies, Bären und Wölfen keine gute Idee ist) wird oft erschossen.

Eine Waffenfreie Zone, in welcher man sich mit Spielern austauschen kann wäre eine schöne Idee.

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